Schimmel und Schimmelmessung
Vorkommen: Schimmel kommt überall vor, da er ein notwendiger Bestandteil der belebten Natur ist. In dieser baut er als Saprophyt organisches Material ab und gibt so dessen Nährstoffe frei, die von wachsenden Pflanzen wieder verwendet werden können. Im Innenraum trifft man auf Schimmel für gewöhnlich bei Lebensmitteln (Käse, Brot, Wurst, Getränke), aber auch auf anderen organischen Substraten wie Acryldichtungen im Bad, auf Kunststoffen, Textilien und sogar auf Fensterscheiben, wo sich das Gemisch von Luftfeuchte, Fettsäuren (Bratdünste) und Hausstaub niedergeschlagen hat. Toxizität: Ein Toxizitätswert kann bis heute nicht festgelegt werden. Zu unterschiedlich sind die krankmachenden Potentiale der Schimmelarten, zu heterogen die Empfindsamkeit der Bewohner. Mancher Schimmel hat pathogene Eigenschaften (z.B. Aspergillus flavus, A. fumigatus) und kann unter bestimmten Bedingungen auch den menschlichen Organismus schädigen (Aspergillose). Andere Schimmelpilze sind hierzu nur in der Lage, wenn sie auf ein sehr schwaches Immunstystem beim Menschen treffen, wie es z.B. nach Organtransplantationen oder bei AIDS-Patienten der Fall ist. Grenzwert: Da für Schimmel keine Toxizitätswerte vorliegen, existieren auch keine toxikologisch begründeten Grenzwerte, oberhalb dieser mit einer Erkrankung zu rechnen ist. Um Erkrankungen, wie z.B. Hautausschläge, Allergien und Atemwegserkrankungen weitestgehend zu vermeiden, hat das Umweltbundesamt (und das LGA Baden-Würtemberg) daher Vorsorgewerte festgelegt, die bei normaler Immunkompetenz eine Erkrankung unwahrscheinlich machen. Nachweis in Innenräumen: Schimmel, oder vielmehr das Schimmelmycel ist so gut wie unsichtbar, da die Pilzfäden sehr dünn und transparent sind. Schimmel, welcher bereits Sporenträger (Konidien) ausgebildet hat, ist auf hellen Untergründen dagegen gut zu erkennen und kann in den unterschiedlichsten Färbungen auftreten (schwarz, gelb, blau, rot, grün, etc.). Oft ist Schimmel aber hinter Tapeten und anderen Wandverkleidungen versteckt. Die Sporen gelangen dennoch in die Raumluft und können dort durch eine Raumluftmessung nachgewiesen werden. Bei dieser Messung gehen wir in Anlehnung an die VDI 4300 vor, um aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten und Sie optimal über Ihre akute Gefährdung durch Schimmel und dessen Beseitigung beraten zu können. |